Vierfache Meilen mit der Miles & More Kreditkarte: Lohnt sich das trotz 1,95 % Fremdwährungsgebühr?
Bis zum 30. November 2026 bekommst du mit der Miles & More Kreditkarte vierfache Meilen auf alle Umsätze außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Das klingt erst mal nach einem klaren Ja. Allerdings kostet dich jede Zahlung in Dollar, Franken oder Pfund 1,95 % Fremdwährungsgebühr. Genau deshalb rechne ich dir hier durch, ob und wann sich die Aktion wirklich lohnt.
So funktioniert die Aktion mit den vierfachen Meilen
Vom 1. Oktober bis zum 30. November 2026 sammelst du bei Zahlungen außerhalb des EWR die vierfache Menge an Meilen. Wie viel das konkret ist, hängt von deiner Karte ab:
- Private Miles & More Kreditkarte: 4 statt 1 Meile je 2 Euro Umsatz
- Miles & More Business Kreditkarte: 4 statt 1 Meile je 1 Euro Umsatz
Ausgenommen ist die Miles & More MyFlex Credit Card. Außerdem musst du die Aktion einmalig aktivieren. Dafür gehst du in der Miles & More App im Kreditkarten-Banking auf „Aktionen“ und tippst auf „Jetzt anmelden“. Damit sind alle Karten angemeldet, die auf dich laufen.

Wichtig: Die Anmeldung gilt nicht rückwirkend. Vierfache Meilen gibt es erst für Umsätze ab dem Zeitpunkt deiner Anmeldung, spätestens bis zum 29. November 2026 um 23:59 Uhr. Wenn du dich noch nicht angemeldet hast, erledige das am besten heute.
Welche Zahlungen zählen und welche nicht?
Entscheidend ist, wo der Umsatz stattfindet. Außerhalb des EWR liegen zum Beispiel die USA, die Schweiz, Großbritannien, die Türkei und Dubai. Zahlungen in allen EWR-Ländern zählen nicht, Deutschland eingeschlossen.
Keine vierfachen Meilen gibt es außerdem für Überweisungsservices, Bargeldauszahlungen, Guthabenauszahlungen, Bankentgelte wie den Kartenpreis und für Zahlungen, deren erkennbarer alleiniger Zweck das Meilensammeln ist. Für stornierte oder erstattete Umsätze bekommst du ebenfalls keine Meilen. Die Zusatzmeilen schreibt dir die Bank zusammen mit den regulären Meilen auf deiner Kreditkartenabrechnung gut.
Bei Online-Käufen bei Händlern außerhalb des EWR bin ich vorsichtig. Ob die zählen, geht aus den veröffentlichten Infos nicht eindeutig hervor. Ich würde die Aktion deshalb nur für Zahlungen vor Ort einplanen.
Was die Fremdwährungsgebühr kostet
Mit der Miles & More Kreditkarte fällt bei Zahlungen in einer anderen Währung als Euro eine Fremdwährungsgebühr von 1,95 % an. Auf 1.000 Euro Umsatz sind das 19,50 Euro.
Ohne die Aktion ist das ein schlechtes Geschäft. Für diese 19,50 Euro bekommst du mit der privaten Karte nur 500 Meilen und mit der Business Karte 1.000 Meilen. Das sind 3,90 Cent beziehungsweise 1,95 Cent Gebühr pro Meile. Genau hier ändert die Aktion die Rechnung.
Rechenbeispiel: 1.000 Euro Umsatz in den USA, der Schweiz oder Großbritannien
Ausgangslage: Du zahlst 1.000 Euro in einer Fremdwährung außerhalb des EWR, zum Beispiel in US-Dollar oder Schweizer Franken. Die Fremdwährungsgebühr beträgt 19,50 Euro. So sieht das mit und ohne Aktion aus:
| Private Karte | Business Karte | |
|---|---|---|
| Umsatz in Fremdwährung | 1.000 € | 1.000 € |
| Meilen ohne Aktion | 500 | 1.000 |
| Meilen mit Aktion | 2.000 | 4.000 |
| Zusätzliche Meilen durch die Aktion | 1.500 | 3.000 |
| Fremdwährungsgebühr (1,95 %) | 19,50 € | 19,50 € |
| Gebühr je Meile ohne Aktion | 3,90 Cent | 1,95 Cent |
| Gebühr je Meile mit Aktion | 0,98 Cent | 0,49 Cent |
| Gebühr je zusätzlicher Meile | 1,30 Cent | 0,65 Cent |
Mit der Aktion sinkt die Gebühr pro Meile bei der privaten Karte auf 0,98 Cent und bei der Business Karte auf 0,49 Cent. Rechnest du nur die zusätzlichen Meilen gegen die Gebühr, sind es 1,30 Cent (privat) und 0,65 Cent (Business). Das Verhältnis bleibt bei jedem Betrag gleich. Bei einem Familienurlaub in den USA mit 3.000 Euro Umsatz zahlst du 58,50 Euro Gebühr und bekommst 6.000 Meilen mit der privaten oder 12.000 Meilen mit der Business Karte.
Ob das gut ist, hängt davon ab, was dir eine Meile wert ist. Ich vergleiche hier mit einer Karte ohne Fremdwährungsgebühr, mit der du keine Meilen sammelst. Dann gilt: Deine Meilen müssen mehr wert sein als die 19,50 Euro Gebühr. Wer Meilen in Business oder First Class einlöst, kommt in der Regel auf deutlich mehr als 1 Cent pro Meile. Drei Beispielwerte:
| Wert pro Meile | Private Karte: Gegenwert (2.000 Meilen) | Private Karte: Plus nach Gebühr | Business Karte: Gegenwert (4.000 Meilen) | Business Karte: Plus nach Gebühr |
|---|---|---|---|---|
| 1,0 Cent | 20,00 € | + 0,50 € | 40,00 € | + 20,50 € |
| 1,5 Cent | 30,00 € | + 10,50 € | 60,00 € | + 40,50 € |
| 2,0 Cent | 40,00 € | + 20,50 € | 80,00 € | + 60,50 € |
Bei der Business Karte bleibt selbst bei einem vorsichtigen Meilenwert von 1 Cent ein Plus von 20,50 Euro auf 1.000 Euro Umsatz. Bei der privaten Karte bleiben bei 1 Cent gerade einmal 50 Cent übrig. Erst ab 1,5 Cent pro Meile sind es rund 10 Euro.
„ Bei der Business Karte rechnet sich die Aktion selbst mit Fremdwährungsgebühr. Bei der privaten Karte ist die Luft dünn. Ich würde sie nur dann gezielt für Auslandsumsätze einsetzen, wenn du die Meilen später wirklich in Premium-Kabinen einlöst. „
Wann sich die Aktion lohnt und wann nicht
Das lohnt sich in diesen Fällen:
- Voraussetzung: Du bist im Aktionszeitraum im Ausland (außerhalb EWR)
- Du zahlst im Ausland ohnehin mit deiner Miles & More Kreditkarte. Dann fällt die Gebühr sowieso an und die Zusatzmeilen sind reiner Bonus.
- Du hast die Business Karte. Schon ab etwa 0,5 Cent pro Meile gleichst du die Gebühr aus.
- Du löst deine Meilen für Premium-Kabinen ein und bewertest sie mit mindestens 1,5 Cent.
- Du zahlst in einem Land außerhalb des EWR in Euro, etwa in Montenegro. Dann fällt keine Fremdwährungsgebühr an und die vierfachen Meilen kommen ohne Abzug dazu. Prüf das nach der ersten Zahlung auf deiner Abrechnung.
Das lohnt sich eher nicht:
- Du hast eine Karte ohne Fremdwährungsgebühr, die dir im Ausland ähnlich viele Meilen oder Punkte bringt. Dann rechnest du deren Ertrag gegen die 19,50 Euro Gebühr pro 1.000 Euro Umsatz.
- Du zahlst mit der privaten Karte und bewertest Meilen mit weniger als 1 Cent.
- Du würdest nur wegen der Meilen mehr ausgeben.
Noch ein Tipp aus der Praxis: Zahle im Ausland immer in der Landeswährung. Wenn dir das Terminal anbietet, in Euro zu bezahlen, rechnet der Händler oder sein Zahlungsdienstleister um. Das ist meist teurer als die 1,95 % Fremdwährungsgebühr.
Ob die Aktion für dich aufgeht, entscheidet sich am Ende bei der Einlösung. Wenn du das Thema ernsthaft angehen willst, zeige ich dir im kostenlosen Meilengame Workshop, wie du Meilen so einsetzt, dass sie deutlich mehr wert sind als 1 Cent.
Erfahre, wie du Business und First Class zum Economy-Preis buchen kannst, ohne planlos Punkte zu sammeln oder teure Fehler zu machen.
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- Erkenne typische Fehler, die viele unnötig Geld kosten
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Fazit: Anmelden ja, gezielt zahlen vor allem mit der Business Karte
Mein Rat: Melde dich in der Miles & More App für die Aktion an. Das kostet nichts, und wenn du im Ausland ohnehin mit der Karte zahlst, nimmst du die Zusatzmeilen einfach mit.
Gezielt im Ausland mit der Miles & More Kreditkarte zu zahlen, nur wegen der Aktion, macht aus meiner Sicht vor allem mit der Business Karte Sinn. Dort liegt die Gebühr bei 0,49 Cent pro Meile. Bei der privaten Karte sind es 0,98 Cent. Die private Karte rechnet sich deshalb erst, wenn du deine Meilen sinnvoll einlöst.
Wenn du noch keine Miles & More Kreditkarte hast, kannst du sie hier beantragen: Miles & More Gold Kreditkarte (privat) oder Miles & More Gold Kreditkarte (Business). Plane etwas Vorlaufzeit ein, denn die Karte muss erst bei dir ankommen, bevor du dich für die Aktion anmelden kannst.
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