American Express Membership Rewards Transferpartner in Deutschland 2026
Du sammelst fleißig Membership Rewards® Punkte mit deiner American Express® Kreditkarte? Sehr gut. Die spannende Frage kommt aber erst danach: Wohin damit? Der größte Hebel liegt nicht im Prämienshop, sondern im Transfer deiner Punkte zu Vielflieger- und Hotelprogrammen. Genau diese Transferpartner schauen wir uns hier an, mit allen aktuellen Verhältnissen, der wichtigsten Änderung des Jahres 2026 und einer ehrlichen Einordnung, welche Partner sich für dich wirklich lohnen.
Das hat sich 2026 geändert
Die größte Neuerung zuerst: Etihad Guest ist seit Juni 2026 kein Transferpartner mehr. American Express hat den Transfer in das Etihad Guest Programm in Deutschland eingestellt. Auf der Amex Seite findest du Etihad inzwischen nicht mehr in der Partnerliste, ein Transfer ist also nicht mehr möglich.
Ehrlich eingeordnet: Für die meisten Sammler ist das kein großer Verlust. Etihad gehört keiner der drei großen Luftfahrtallianzen an, die Meilen waren nach mehreren Abwertungen nur noch für wenige Strecken wirklich stark, und die Stornobedingungen im Programm waren streng. Wenn du allerdings gezielt Etihads First oder Business Class über Membership Rewards gebucht hast, fällt dir damit ein direkter Weg weg. Außerhalb Deutschlands bedienen einzelne andere Punktewährungen Etihad teilweise noch, für Amex Deutschland ist das Thema aber erledigt.
Was ist das Membership Rewards Programm?
Membership Rewards ist das hauseigene Bonusprogramm von American Express und einer der Hauptgründe, warum Meilensammler diese Karten so schätzen. Für jeden Euro Umsatz sammelst du mindestens einen Punkt, mit aktiviertem Membership Rewards Turbo sind es bis zu 1,5 Punkte pro Euro. Diese Punkte liegen flexibel auf deinem Konto und entfalten ihren vollen Wert erst, wenn du sie gezielt einsetzt. Der Weg dahin führt fast immer über einen Transferpartner.
Alle Amex Transferpartner in Deutschland 2026
Nach dem Wegfall von Etihad stehen dir aktuell neun Vielfliegerprogramme und drei Hotelprogramme zur Verfügung. Dazu kommt Payback als Sonderweg, den wir uns weiter unten getrennt anschauen.
Vielfliegerprogramme
| Vielfliegerprogramm | Verhältnis | Mindesttransfer |
|---|---|---|
| British Airways Club | 5 : 4 | 1.000 Punkte |
| Iberia Plus | 5 : 4 | 1.000 Punkte |
| Qatar Privilege Club | 3 : 2 | 900 Punkte |
| Air France und KLM Flying Blue | 5 : 4 | 625 Punkte |
| SAS EuroBonus | 5 : 4 | 1.000 Punkte |
| Cathay Pacific Asia Miles | 3 : 2 | 900 Punkte |
| Emirates Skywards | 2 : 1 | 1.000 Punkte |
| Singapore Airlines KrisFlyer | 3 : 2 | 1.500 Punkte |
| Delta SkyMiles | 3 : 2 | 3.000 Punkte |
Ein wichtiger Punkt für die Praxis: British Airways Club, Iberia Plus und Qatar Privilege Club nutzen alle dieselbe Meilenwährung Avios. Du kannst Avios zwischen diesen drei Programmen frei hin und her schieben und dir so das jeweils beste Konto für deine Buchung aussuchen. Das bedeutet, der Weg über British Airways ist lukrativer als der Weg direkt zu Qatar Airways. Bei Delta und KrisFlyer erfolgt der Transfer übrigens nur in Dreitausenderschritten, das solltest du beim Aufrunden deiner Punktezahl im Kopf behalten.

Hotelprogramme
| Hotelprogramm | Verhältnis | Mindesttransfer |
|---|---|---|
| Hilton Honors | 1 : 1 | 2.500 Punkte |
| Marriott Bonvoy | 3 : 2 | 900 Punkte |
| Radisson Rewards | 1 : 2 | 1.000 Punkte |
Bei Hotelprogrammen gilt eine klare Faustregel: Der Gegenwert liegt meist nur zwischen 0,5 und 1 Cent pro Punkt und damit deutlich unter dem, was du bei Flügen herausholen kannst. Ein Transfer in ein Hotelprogramm lohnt sich also nur, wenn du eine konkrete Übernachtung im Blick hast und nachgerechnet hast, dass sich der Tausch gegenüber einer Barzahlung wirklich rechnet. Hier habe ich dir viele weitere Details zu den drei Einlöseoptionen bei Hotelbonusprogrammen aufgezeigt.
Miles & More über den Umweg Payback
Miles & More ist kein direkter Transferpartner von American Express. Über einen kleinen Umweg kommst du trotzdem hin: Du transferierst deine Membership Rewards Punkte im Verhältnis 3 : 1 zu Payback und von dort im Verhältnis 1 : 1 weiter zu Miles & More.
Effektiv landest du damit bei 3 Membership Rewards Punkten für eine Meile. Das ist erst einmal kein gutes Verhältnis und gehört ohne Aktion zu den schwächsten Einlösewegen überhaupt. Lohnenswert wird es vor allem dann, wenn Payback ein bis zwei Mal im Jahr einen Transferbonus von bis zu 30 Prozent draufgibt. Und selbst dann brauchst du eine richtig starke Einlösung in der First Class, damit sich der Umweg gegenüber den direkten Airline-Partnern überhaupt auszahlt.
Aktueller Transferbonus im Blick
Transferboni sind der Moment, in dem sich ein Transfer überdurchschnittlich lohnt. Aktuell läuft zum Beispiel eine Aktion bei Hilton Honors: Wer bis zum 30. Juni 2026 mindestens 2.500 Membership Rewards Punkte zu Hilton überträgt, bekommt 30 Prozent mehr Hilton Honors Punkte gutgeschrieben. Solche Aktionen wechseln laufend, ein Blick in die Membership Rewards Übersicht vor jedem Transfer lohnt sich also immer. Wichtig bleibt aber: Ein Bonus macht eine schwache Einlösung nicht automatisch gut. Er ist nur dann ein echter Vorteil, wenn du ohnehin ein konkretes Ziel hast.
Wann solltest du deine Punkte transferieren?
Die wichtigste Regel überhaupt: Transferiere deine Membership Rewards Punkte erst dann, wenn du eine konkrete Einlösung im Blick hast. Idealerweise weißt du also schon genau, welche Strecke, welche Airline und welches Datum es werden soll, und hast die Verfügbarkeit des Wunschfluges im Vielfliegerprogramm bereits geprüft.
Der Grund ist einfach: Einmal transferierte Punkte lassen sich nicht zurückholen. Ab dem Transfer gelten die Bedingungen des jeweiligen Programms, inklusive Verfall. Während Membership Rewards Punkte bei dir liegen bleiben, verfallen Meilen bei vielen Programmen nach rund drei Jahren, wenn du sie nicht nutzt.
Ein Transfer auf Vorrat ist deshalb keine gute Idee. Solange deine Punkte bei American Express liegen, hast du die volle Flexibilität und kannst auf neun Airline-Programme zugreifen. Natürlich kann sich auch bei Membership Rewards einmal ein Transferverhältnis verschlechtern, so wie es in der Vergangenheit schon passiert ist. Dass aber alle Verhältnisse gleichzeitig schlechter werden, ist sehr unwahrscheinlich. Genau diese Streuung ist dein Sicherheitsnetz.
Welche Transferpartner lohnen sich wirklich?
Die ehrliche Antwort: Das hängt von deiner Wunschreise ab. Trotzdem gibt es ein paar Partner, die in der Praxis immer wieder besonders gut funktionieren.
- Die Avios-Familie (British Airways Club, Iberia Plus, Qatar Privilege Club): Sehr flexibel, weil du die Avios zwischen den Programmen verschieben kannst. Qatar bringt dich in einer der besten Business Class Kabinen der Welt nach Doha und weiter, Iberia ist stark für Flüge nach Nord- und Südamerika.
- Air France und KLM Flying Blue: Besonders interessant durch die monatlich wechselnden Promo Awards, bei denen du je nach Ziel zwischen 25 und 50 Prozent der Meilen sparst.
- Singapore Airlines KrisFlyer: Der einzige direkte Star-Alliance-Partner. Richtig stark sind die Spontaneous Escapes, also monatlich wechselnde Prämienflüge mit deutlichem Rabatt. Aus eigener Erfahrung lassen sich darüber regelmäßig sehr gute Deals machen.
- Emirates Skywards: Für Economy und Business meist schwach, weil das Verhältnis 2 : 1 viel Substanz kostet. Spannend bleibt fast nur die First Class, dort kann der Gegenwert hoch sein.
- Hotelprogramme: Nur mit konkretem Ziel und nach kurzer Vergleichsrechnung. Als Standardweg für deine Punkte sind sie selten die beste Wahl.
Wie sammelst du am schnellsten Membership Rewards Punkte?
Der schnellste Weg zu einer großen Anzahl an Membership Rewards Punkten führt meist über Willkommensboni. Besonders attraktiv ist aktuell die American Express Business Platinum Card, bei der Neukunden unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 200.000 Membership Rewards Punkte erhalten können. Voraussetzung ist, dass der geforderte Mindestumsatz von 15.000 Euro innerhalb der ersten sechs Monate nach Kartenerhalt erreicht wird. Gerade für Selbstständige und Unternehmer ist das interessant, da viele geschäftliche Ausgaben wie Online-Werbung, Software-Abonnements, Reisekosten oder Büroausstattung häufig noch gar nicht für das Sammeln von Punkten genutzt werden. Wer ohnehin entsprechende Unternehmensausgaben hat, kann sich so innerhalb kurzer Zeit ein enormes Punktepolster aufbauen und dieses anschließend zu den verschiedenen Transferpartnern von American Express übertragen.
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, gerade als Privatperson, die privaten American Express Kreditkarten zu nutzen. Beispielsweise die American Express Gold Card. Diese haben auch aktionsbasiert wechselnde Willkommensboni, die jedoch geringer im Vergleich zur Business Variante ausfallen. Und da die Business Platinum Card eben solch einen hohen Bonus bietet, der das Buchen von Business Class Flügen ermöglicht, wird dieser exemplarisch zuerst genannt.
Fazit zu den Transfermöglichkeiten bei American Express
Membership Rewards Punkte sind nach wie vor die flexibelste Punktewährung in Deutschland. Statt dich an ein einzelnes Programm zu binden, hast du den direkten Zugang zu neun Vielfliegerprogrammen und drei Hotelprogrammen, plus den Umweg zu Miles & More über Payback. Der Wegfall von Etihad ändert daran wenig, weil die wirklich starken Einlösungen ohnehin woanders liegen.
Richtig genutzt machst du aus deinen Punkten also keine Sachprämien, sondern Reisen, für die andere ein Vielfaches bezahlen. Der Schlüssel bleibt immer derselbe: erst die konkrete Einlösung finden, dann transferieren. Du bist noch auf der Suche nach der passenden Karte? Dann wirf einen Blick auf den Vergleich der American Express Gold Card und der American Express Platinum Card.
