Amex Payback Kreditkarte 2026: Bis zu 4.000 Punkte Bonus und für wen sich die Karte wirklich lohnt
Die Amex Payback Kreditkarte ist die einzige Kreditkarte in Deutschland, mit der du bei fast jedem Einkauf Payback Punkte sammelst, also auch außerhalb der Payback Partner. Die Punkte wandelst du 1:1 in Miles & More Meilen um. Die Karte kostet dauerhaft nichts, und für Neukunden gibt es je nach Aktion bis zu 4.000 Punkte Willkommensbonus. Hier bekommst du alle Konditionen für 2026, ein ehrliches Rechenbeispiel und meine klare Einschätzung, für wen sich die Karte lohnt.
Das Wichtigste in Kürze:
- 0 Euro Jahresgebühr, dauerhaft. Auch die Zusatzkarte ist kostenlos.
- Willkommensbonus: je nach Aktion bis zu 4.000 Payback Punkte, regulär 1.000 Punkte.
- 1 Punkt je 3 Euro Umsatz überall, wo Amex akzeptiert wird (außer Tankstellen). Bei Payback Partnern kommen die regulären Punkte dazu.
- Solange du die Karte hast, verfallen deine Payback Punkte nicht.
- Optional: PAYBACK American Express PLUS für 35 Euro im Jahr verdoppelt die Sammelrate bis 20.000 Euro Jahresumsatz.
- Schwächen: 2 % Fremdwährungsentgelt, teures Bargeldabheben, keine Reiseversicherungen.
Was die Amex Payback Karte ist und was nicht
Die Payback American Express ist eine Charge Card. Du zahlst über den Monat mit der Karte, am Ende wird der komplette Betrag von deinem Girokonto abgebucht. Zinsen fallen dabei keine an. Einen festen Kreditrahmen gibt es nicht, American Express legt ihn individuell nach deiner Bonität fest.
Wichtig für Meilensammler: Mit der Payback Karte sammelst du keine Membership Rewards Punkte wie mit der Gold oder Platinum Card, sondern ausschließlich Payback Punkte. Das klingt erst mal nach einer Einschränkung. In der Praxis ist es ein eigenes, sehr einfaches System: Punkte sammeln, bei Payback zu Miles & More schieben, fertig.
Und ja, du kannst die Payback Karte auch dann beantragen, wenn du schon eine andere Amex hast. Der Willkommensbonus gilt pro Kartenprodukt. Ich habe sie selbst neben meinen Platinum Karten im Geldbeutel.
Der Willkommensbonus: bis zu 4.000 Punkte
Der Willkommensbonus hängt von der jeweiligen Aktion ab und schwankt deshalb. Regulär gibt es 1.000 Payback Punkte, in Aktionszeiträumen sind bis zu 4.000 Punkte drin. Bei der 4.000-Punkte-Aktion kommt der Bonus zum Beispiel in zwei Schritten:
- 2.000 Punkte für die Kartenausstellung. Payback schreibt sie dir etwa 4 Wochen nach Ausstellung gut.
- 2.000 Punkte ab 500 Euro Umsatz innerhalb der ersten 2 Monate nach Kartenerhalt. Bargeldabhebungen zählen nicht. Die Gutschrift kommt mit der nächsten Abrechnung, nachdem du die 500 Euro erreicht hast.
Als Neukunde giltst du, wenn du in den letzten 18 Monaten kein Hauptkarteninhaber der Payback American Express warst. Außerdem darfst du die Karte in den ersten 12 Monaten nicht kündigen, sonst bucht Amex die Bonuspunkte zurück. Da die Karte nichts kostet, gibt es dafür aber auch keinen Grund.
Konkret bedeutet das: Die vollen 4.000 Punkte sind ausgezahlt 40 Euro wert. Als Miles & More Meilen bei konservativ gerechneten 2 Cent pro Meile sind es 80 Euro Gegenwert. Für eine Karte ohne Jahresgebühr ist das ein ordentlicher Start. Welcher Bonus gerade gilt, siehst du direkt auf der Antragsseite.
„ Die 500 Euro Mindestumsatz schaffst du mit dem normalen Wocheneinkauf und ein, zwei Rechnungen locker. Leg dafür einfach die Karte für die ersten zwei Monate als Standardkarte in Apple Pay oder Google Pay fest. „
So sammelst du mit der Karte Punkte
Für jeden Euro Umsatz mit der Karte gibt es 1 Payback Punkt je 3 Euro. Und zwar überall, wo American Express akzeptiert wird: im Supermarkt, online, beim Handyvertrag, im Hotel. Einzige Ausnahme sind Tankstellen. Dort gibt es über die Karte keine Punkte.
Bei Payback Partnern wie dm, EDEKA oder Aral punktest du doppelt. Du bekommst die regulären Payback Punkte für den Einkauf und zusätzlich die Punkte für die Kartenzahlung. Das sind bei vielen Partnern bis zu 1,5 Punkte je 2 Euro Umsatz. Am bequemsten geht das, wenn du die Karte in der Payback App bei PAYBACK PAY hinterlegst. Dann musst du an der Kasse nichts mehr extra scannen.
Dazu kommen die Amex Offers. Das sind zeitlich begrenzte Angebote, bei denen du für Zahlungen bei bestimmten Händlern Extra-Punkte oder Guthaben bekommst. Die Payback Karte bekommt dabei eigene Offers, oft in Form von Extra-Punkten. Wer mehrere Amex Karten hat, kann manche Offers sogar mehrfach nutzen.
Rechenbeispiel: So viele Meilen bringt dir die Karte im Jahr
Hier lohnt sich ein genauerer Blick auf die Zahlen. Die Tabelle zeigt, wie viele Punkte du allein über den Kartenumsatz sammelst, einmal mit der kostenlosen Basiskarte und einmal mit dem optionalen PLUS-Upgrade. Payback Partner-Punkte, Coupons und Offers sind noch nicht eingerechnet.
| Kartenumsatz pro Monat | Pro Jahr | Punkte Basiskarte | Punkte mit PLUS |
|---|---|---|---|
| 500 Euro | 6.000 Euro | 2.000 | 4.000 (lohnt sich noch nicht) |
| 1.000 Euro | 12.000 Euro | 4.000 | 8.000 |
| 1.500 Euro | 18.000 Euro | 6.000 | 12.000 |
| 2.000 Euro | 24.000 Euro | 8.000 | 14.666 (Verdopplung gedeckelt bei 20.000 Euro) |
Nehmen wir eine Familie, die monatlich rund 1.500 Euro über die Karte laufen lässt: Wocheneinkauf, Drogerie, Handyverträge, Streaming, Online-Bestellungen. Mit der Basiskarte sind das 6.000 Punkte im Jahr. Dazu kommen der Willkommensbonus von bis zu 4.000 Punkten und die regulären Payback Punkte bei den Partnern. Gerade bei dm und EDEKA kommt da über das Jahr einiges zusammen.
Mit dem vollen Bonus landest du im ersten Jahr so ohne großen Aufwand bei rund 10.000 Meilen, mit Partner-Punkten und Coupons eher darüber. Bei 2 Cent pro Meile sind das 200 Euro Gegenwert für eine Karte, die nichts kostet. Mit PLUS werden aus den 6.000 Kartenpunkten 12.000, für 35 Euro im Jahr.
Allerdings musst du das richtig einordnen: Für einen Business-Class-Flug nach Asien reicht das allein nicht. Die Payback Karte ist ein solider Baustein, kein Turbo für dein Meilenkonto.
Kein Punkteverfall: der Vorteil, den viele unterschätzen
Normale Payback Punkte verfallen 36 Monate nach Gutschrift, jeweils zum 30. September. Mit der Payback American Express ist das vorbei. Solange du die Karte hast und weiter am Payback Programm teilnimmst, verfallen deine Punkte nicht.
Genau das macht die Karte für Meilensammler so wertvoll. Du kannst in Ruhe Punkte ansammeln und sie erst dann zu Miles & More schieben, wenn ein Transferbonus läuft oder du einen konkreten Prämienflug gefunden hast. Ohne die Karte stehst du dagegen jedes Jahr im September unter Druck.
PAYBACK American Express PLUS: das optionale Upgrade
Seit dem 13. Oktober 2026 kannst du auf die Karte wieder einen Turbo buchen. Er heißt jetzt PAYBACK American Express PLUS und kostet 35 Euro im Jahr. Damit bekommst du 2 statt 1 Punkt je 3 Euro, bis zu einem Jahresumsatz von 20.000 Euro. Dazu gibt es ein jährliches Gutscheinpaket und monatliche Extra-Punkte ab 3.500 Euro Monatsumsatz.
Rein über die Extra-Punkte hat sich PLUS ab 10.500 Euro Jahresumsatz bezahlt gemacht. Alles darüber ist Gewinn. Wichtig: PLUS buchst du erst, wenn du die Karte hast, direkt im Amex Online-Konto. Wie das genau funktioniert und für wen sich die 35 Euro lohnen, habe ich dir im Artikel zum Amex Payback Turbo PAYBACK PLUS ausführlich durchgerechnet.
So werden aus deinen Payback Punkten Miles & More Meilen
Payback Punkte wandelst du jederzeit im Verhältnis 1:1 in Miles & More Meilen um, kostenlos und ab 200 Punkten. Ein bis zweimal im Jahr gibt es dafür einen Transferbonus. In den letzten Jahren lag er zwischen 10 und 30 %, zuletzt 10 % im Juli 2026. Für den Bonus musst du mindestens 4.000 Punkte in einer Transaktion umwandeln.
Mein Rat: Schalte das Meilen-Abo bei Payback ab. Es überträgt deine Punkte automatisch im März und September, und genau dann gab es noch nie einen Bonus. Mit der Payback Amex brauchst du das Abo ohnehin nicht, weil deine Punkte nicht verfallen. Den kompletten Ablauf Schritt für Schritt findest du in meiner Anleitung Payback Punkte in Miles & More Meilen umwandeln.
Die Schwächen der Karte
Keine Karte ist perfekt, die Payback Amex auch nicht. Das solltest du vor dem Antrag wissen:
- 2 % Fremdwährungsentgelt. Außerhalb der Eurozone zahlst du auf jeden Umsatz 2 % drauf. Für den USA-Urlaub ist das die falsche Karte.
- Teures Bargeld. Abheben kostet 4 %, mindestens 5 Euro, und ist auf 750 Euro pro Woche begrenzt. Bargeld holst du dir besser mit einer anderen Karte.
- Keine Reiseversicherungen. Dabei ist nur ein Einkaufsschutz mit 90 Tagen Rückgaberecht (ab 30 Euro, bis 300 Euro pro Artikel und 1.200 Euro im Jahr, bei Händlern mit Sitz in Deutschland).
- Akzeptanz. Amex wird in Deutschland deutlich häufiger akzeptiert als noch vor ein paar Jahren, aber nicht überall. Eine Visa oder Mastercard als Backup gehört in jeden Geldbeutel.
- Keine Punkte an Tankstellen. Weder bei Aral noch woanders sammelst du über die Kartenzahlung Punkte. Die regulären Aral-Punkte über die Payback Karte bekommst du natürlich trotzdem.
- Überschaubare Sammelrate. 1 Punkt je 3 Euro sind 0,33 Meilen pro Euro. Das ist für eine kostenlose Karte gut, aber kein Vergleich zu Karten mit Jahresgebühr.
Die wichtigsten Konditionen auf einen Blick:
| Kondition | Payback American Express |
|---|---|
| Jahresgebühr | 0 Euro, dauerhaft |
| Zusatzkarte | 0 Euro |
| Willkommensbonus | Bis zu 4.000 Payback Punkte je nach Aktion (regulär 1.000) |
| Sammelrate | 1 Punkt je 3 Euro, bei Payback Partnern zusätzlich reguläre Punkte |
| Optional PLUS | 35 Euro pro Jahr, 2 Punkte je 3 Euro bis 20.000 Euro Jahresumsatz |
| Punkteverfall | Kein Verfall, solange du die Karte hast |
| Fremdwährung | 2 % |
| Bargeld | 4 %, mindestens 5 Euro, maximal 750 Euro pro Woche |
| Kartentyp | Charge Card, monatliche Abbuchung, Schufa-Prüfung |
Für wen sich die Karte lohnt und für wen nicht
Die Karte lohnt sich für dich, wenn …
- du ohnehin Payback nutzt und deine Punkte in Meilen tauschen willst,
- du eine Karte ohne Jahresgebühr für den Alltag in Deutschland suchst,
- du deine Payback Punkte nicht mehr verfallen lassen willst,
- du schon eine Gold oder Platinum Card hast und eine zweite Sammelquelle für Miles & More willst.
Eher nicht, wenn …
- du die Karte vor allem auf Reisen außerhalb der Eurozone einsetzen willst,
- du Lounge-Zugang, Versicherungen oder Hotelstatus erwartest,
- du in den letzten 18 Monaten schon Hauptkarteninhaber der Karte warst (dann gibt es keinen Bonus).
Für die meisten Payback Nutzer gibt es aus meiner Sicht kein echtes Argument gegen die Karte. Sie kostet nichts, schützt deine Punkte und bringt dir bei jedem Einkauf ein paar Meilen mehr. Das Einzige, was du verlierst, ist ein Schufa-Eintrag für eine weitere Kreditkarte.
So beantragst du die Amex Payback Karte
- Antrag online ausfüllen. Persönliche Daten, Adresse, Beschäftigung, Einkommen. Wenn du schon eine Payback Kundennummer hast, gib sie mit an, dann landen alle Punkte in deinem bestehenden Konto.
- Identifizieren. Per VideoIdent oder PostIdent. Amex macht im Hintergrund eine Schufa-Abfrage.
- Karte aktivieren. Die Karte kommt in der Regel nach wenigen Werktagen per Post.
- Bonusbedingungen erfüllen. Bei der 4.000-Punkte-Aktion brauchst du zum Beispiel 500 Euro Umsatz in den ersten 2 Monaten. Die genauen Bedingungen stehen im Antrag.
- In der Payback App hinterlegen. Dann punktest du bei Partnern automatisch doppelt.
Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick
- Bis zu 4.000 Payback Punkte Willkommensbonus (je nach Aktion)
- 0 € Jahresgebühr, dauerhaft, auch für die Zusatzkarte
- 1 Punkt je 3 € Umsatz überall, wo Amex akzeptiert wird
- Doppelt punkten bei Payback Partnern
- Kein Punkteverfall, solange du die Karte hast
- Punkte 1:1 in Miles & More Meilen umwandeln
- Optional PLUS für doppelte Sammelrate bis 20.000 € Umsatz
Häufige Fragen zur Amex Payback Kreditkarte
Kann ich die Payback Amex neben einer Amex Gold oder Platinum haben?
Ja. Die Payback Karte ist ein eigenes Kartenprodukt. Du bekommst den Willkommensbonus auch dann, wenn du schon eine andere Amex besitzt.
Wann bekomme ich die Bonuspunkte?
Das hängt von der jeweiligen Aktion ab. Bei der 4.000-Punkte-Aktion kommen die ersten 2.000 Punkte etwa 4 Wochen nach Kartenausstellung, die zweiten 2.000 Punkte mit der nächsten Abrechnung, nachdem du 500 Euro Umsatz erreicht hast.
Sammle ich mit der Zusatzkarte auch Punkte?
Ja. Die Umsätze der kostenlosen Zusatzkarte zählen für dein Punktekonto mit, und mit PLUS auch für die doppelte Sammelrate. Als Familie ist das praktisch, weil alle Punkte auf einem Konto landen.
Ist die Payback Amex eine echte Kreditkarte?
Ja, eine Charge Card. Alle Umsätze eines Monats werden gesammelt und einmal im Monat vollständig von deinem Girokonto abgebucht. Bei der Beantragung gibt es eine Schufa-Prüfung.
Was passiert mit meinen Punkten, wenn ich die Karte kündige?
Die Punkte bleiben in deinem Payback Konto. Ab der Kündigung gilt aber wieder der normale Verfall nach 36 Monaten. Kündigst du in den ersten 12 Monaten, verlierst du außerdem den Willkommensbonus.
Fazit: Mein Rat zur Amex Payback Karte
Die Amex Payback ist keine Karte, die dich allein in die First Class bringt. Das muss sie auch nicht. Sie kostet nichts, schützt deine Payback Punkte dauerhaft vor dem Verfall und holt aus jedem Einkauf ein paar Meilen mehr raus. Mit dem Willkommensbonus von bis zu 4.000 Punkten startest du direkt mit einem kleinen Polster.
Mein Rat: Wenn du Payback nutzt und die Karte noch nicht hast, beantrage sie am besten, wenn ein erhöhter Bonus läuft. Regulär gibt es nur 1.000 Punkte. Nutze sie für deinen Alltag in Deutschland, nicht für Reisen in Fremdwährung. Und wenn du über 10.500 Euro im Jahr über die Karte laufen lässt, buchst du PLUS dazu.
