Neue Partnerschaft zwischen Marriott Bonvoy und Japan Airlines

Neue Partnerschaft zwischen Marriott Bonvoy und Japan Airlines

Marriott Bonvoy und Japan Airlines (JAL) haben eine Partnerschaft gestartet. Wie du davon profitieren kannst, zeigt dieser Beitrag.

Worum es geht

Verknüpfst du deinen Marriott-Bonvoy-Account mit deinem JAL-Mileage-Bank-Konto (JMB), bekommst du je nach aktuellem Status im jeweils anderen Programm einen Bonus: Fly On Points bei JAL, wenn du Bonvoy-Mitglied bist, oder Bonvoy-Elite-Status, wenn du JMB-Mitglied bist. Das Programm ist weltweit für alle Mitglieder offen, kostet nichts und läuft über eine eigene Landingpage von Marriott.

Eingeordnet: Für Marriott ist das die erste derart umfassende Kooperation mit einer japanischen Airline, für JAL die erste strategische Partnerschaft mit einer globalen Hotelgruppe, neben bestehenden Bonvoy-Airline-Deals wie Emirates Skywards, Singapore KrisFlyer oder United MileagePlus. Der reine Punkte-Transfer zwischen beiden Programmen existierte vorher schon; neu ist der beidseitige Status-Match.

Tägliche Tipps & Tricks zum Meilengame findest du auf Instagram und wöchentlich auf YouTube und allgemein austauschen über Reise-Tipps kannst du dich auch in der Travel-Insider Reise-Community!

Was Bonvoy-Mitglieder bekommen

Marriott Bonvoy verwandelt deinen Hotelstatus in Fly On Points, die bei JAL auf dem Weg zu höherem Meilen-Status zählen:

  • Bonvoy-Mitglied (ohne Status): 2.000 Fly On Points
  • Silver Elite: 5.000 Fly On Points
  • Gold Elite: 10.000 Fly On Points
  • Platinum Elite: 20.000 Fly On Points
  • Titanium Elite: 30.000 Fly On Points plus komplimentärer JMB-Crystal-Status oder höher
  • Ambassador Elite: 40.000 Fly On Points plus komplimentärer JMB-Crystal-Status oder höher

Das Ganze gibt es jedes Jahr neu, solange dein Bonvoy-Status am Tag der Registrierung passt. Ändert sich dein Status danach, verlierst du die einmal zugeteilten Punkte oder den Status nicht rückwirkend.

Was JMB-Mitglieder bekommen

Umgekehrt bringt ein JAL-Status bei Marriott Bonvoy komplimentären Elite-Status oder die Chance, sich per Übernachtungs-Challenge hochzuarbeiten:

  • JMB Base: Silver-Elite-Status nach 6 Qualifying Nights innerhalb von 6 Monaten
  • JMB Crystal: Silver-Elite-Status nach nur 4 Qualifying Nights innerhalb von 6 Monaten
  • JMB Sapphire: Silver Elite sofort komplimentär, plus Chance auf Gold Elite nach 10 Nights in 6 Monaten
  • JGC Premier: Gold Elite sofort komplimentär, plus 10.000 Bonvoy-Punkte nach 16 Nights in 6 Monaten
  • JMB Diamond: Gold Elite sofort komplimentär, plus Chance auf Platinum Elite nach 10 Nights in 6 Monaten (nur im ersten Jahr) sowie 15.000 Bonvoy-Punkte nach 16 Nights
  • JMB Diamond Metal: Gold Elite sofort komplimentär, plus Chance auf Platinum Elite nach 10 Nights in 6 Monaten sowie 15.000 Bonvoy-Punkte nach 16 Nights

Wichtig: Elite Night Credits aus Bonvoy-Promotions zählen nicht für diese Challenges, es müssen echte Qualifying Nights zu einer Qualifying Rate sein. Nach Abschluss der Nächte dauert es bis zu sechs Wochen, bis der neue Status im Konto auftaucht.

Punkte und Meilen tauschen

Zusätzlich zum Status-Match lässt sich zwischen den Programmen transferieren:

  • JMB-Meilen zu Bonvoy-Punkten: Kurs 4:3
  • Bonvoy-Punkte zu JMB-Meilen: Kurs 3:1

Hier lohnt sich ein nüchterner Blick, den auch US-Portale wie One Mile at a Time ziehen: JAL-Meilen sind pro Stück mehr wert als Bonvoy-Punkte, weshalb der Tausch JMB → Bonvoy (4:3) in der Praxis selten sinnvoll ist. Und der Kurs Bonvoy → JMB (3:1) ist schlicht der Standard-Umtauschkurs, den es bei Bonvoy-Airline-Transfers ohnehin schon gibt – die Partnerschaft bringt hier keinen besseren Deal. Wer Bonvoy-Punkte für JAL-Prämienflüge braucht, transferiert wie gehabt; als Strategie „Punkte sammeln, um sie zu tauschen“ eignet sich das Programm nicht.

So funktioniert die Verknüpfung

Du musst Mitglied in beiden Programmen sein. Auf der Kooperationsseite meldest du dich mit deinem Bonvoy-Account an und verknüpfst dann dein JMB-Konto. Beide Programmbedingungen müssen akzeptiert werden. Die Verknüpfung geht nur einmal – ein zweites Bonvoy- oder JMB-Konto lässt sich später nicht mehr nachträglich matchen, und Marriott erlaubt ohnehin nur ein Bonvoy-Konto pro Person.

Was das in der Praxis bedeutet

Für Vielflieger mit JAL-Status ist der Deal klar attraktiv: Ein Diamond-Mitglied bekommt automatisch Bonvoy Gold, mit realistischer Chance auf Platinum – ohne eine einzige Hotelnacht bei Marriott gebucht zu haben. Für Bonvoy-Titanium- oder Ambassador-Mitglieder ist der komplimentäre Crystal-Status bei JAL ebenfalls ein netter Nebeneffekt, wenn ohnehin Flüge mit JAL oder Partnern wie Oneworld anstehen.

Für alle darunter – Bonvoy-Mitglieder ohne Status oder mit Silver/Gold, JMB-Basismitglieder, sind die Vorteile eher symbolisch. 2.000 bis 10.000 Fly On Points bringen dich bei JAL nicht sonderlich weit, und die Accelerator-Challenges auf JMB-Seite verlangen echte, bezahlte Nächte zu Qualifying Rates. Wer schon plant, mehrere Nächte bei Marriott zu buchen, kann die Verknüpfung trotzdem mitnehmen – kostet nichts, verpflichtet zu nichts.

Der Haken beim Oneworld-Status

Wer über die Fly-On-Points aus dem Bonvoy-Status auf einen höheren JMB-Status und damit auf Oneworld-Elite-Status (Sapphire ab 50.000 FOP, inklusive Lounge-Zugang) hofft, sollte das Kleingedruckte kennen: Ein Teil der nötigen Fly On Points muss laut JAL-Statusregeln aus echten Flügen mit JAL bzw. der JAL Group stammen – üblicherweise mindestens 25.000 FOP. Die Marriott-Gutschrift allein reicht also nicht, um sich rein übers Hotelkonto auf Oneworld-Sapphire hochzuarbeiten. Selbst als Bonvoy Titanium oder Ambassador brauchst du weiterhin echte JAL-Flüge, damit sich die Rechnung ausgeht. Das haben auch US-Portale wie One Mile at a Time nach Launch als wichtigsten Fallstrick herausgestellt.

Tipp für Amex-Platinum-Karteninhaber

Wer die Amex Platinum oder Amex Business Platinum besitzt, kann darüber kostenlosen Bonvoy-Gold-Elite-Status freischalten. Nach Verknüpfung der Konten bringt das automatisch 10.000 Fly On Points pro Jahr, ganz ohne eine einzige Hotelübernachtung.

Zur Verknüpfung deiner Konten und Anmeldung zur Marriott Bonvoy & Japan Airlines Preferred Partnership

Fazit: Wer in einem der beiden Programme bereits einen ordentlichen Status hat, sollte die Konten verknüpfen, der Aufwand ist minimal, der Gegenwert beim höheren Status real. Wer auf Oneworld-Status via Hotelstatus spekuliert, sollte die Mindestanforderung an echten JAL-Flügen einplanen. Und wer bei null anfängt, sollte die Erwartungen niedrig halten: US-Kollegen wie One Mile at a Time stufen das Programm treffend als „gut zu wissen“, nicht als „Selbstläufer für alle“ ein.

Newsletter für Meilensammler

Meilen-News direkt in dein Postfach.

Schreibe einen Kommentar

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner