Review Lufthansa First Class

Vor einiger Zeit hatte ich die Möglichkeit die Lufthansa First Class auf der Langstrecke nach Südafrika zu testen. Mit knapp 12 Stunden hat sich dieser Flug auch richtig gelohnt. Zumal es ein Nachtflug war und somit auch das Bett richtig genutzt werden konnte.

Die Reise war ursprünglich in Business Class gebucht und so kam es, dass ich in Wien und Frankfurt nur die Senator Lounge besuchte. Dort nahm ich meine einzigen Mahlzeiten des bisherigen Tages zu mir und wartete auf den Weiterflug.

Upgrade in Lufthansa First Class

Als es soweit war machte ich mich auf zum Abfluggate. Dort angekommen startete auch schon das Boarding. Dank Status und Buchungsklasse stand dem Prio-Boarding nichts im Wege. Doch plötzlich leuchtete das Display an der Schranke kurz rot auf und ließ mich nicht passieren. Zeitgleich kam ein Kassenzettel-ähnlicher Ausdruck aus dem Automat der mir auch den Zutritt zum Flugzeug gewährte. Das Bodenpersonal lächelte kurz und sagte zwei Worte. Was war passiert? Nun, darauf worauf ich schon Langezeit gewartet hatte. Endlich erhielt auch ich einmal ein Upgrade in die First Class und dann auch noch bei Lufthansa. Über den Hintergrund kann ich nur spekulieren. Fakt ist, ich hatte einen Star Alliance Gold Status, sowie die höchste Buchungsklasse C der Business Class (voll flexibles Ticket). Beides hat also nicht geschadet.

Kabine

Die Lufthansa First Class in der Boing 747-8 befindet sich nicht im upper deck, sondern darunter in der Nase. Also komplett separiert von der Business oder Economy Class. Diese räumliche Trennung garantiert Privatsphäre. Die First Class hat sogar eine akustische Trittdämmung und Kabinendämmung, um unangenehme Störgeräusche rauszufiltern.

Sitze

Die Business Class der Lufthansa ist bereits gut ausgestattet, aber die Sitze in der Lufthansa First Class spielen nochmal in einer anderen Liga. Man hat von Grund auf mehr Sitzabstand nach vorne und zur Seite. Dies ist bedingt durch die gerade mal 8 Plätze in der First Class. Das hat zur Folge, dass die Sitze extrem breit sind und man auch zu zweit an einem Platz gegenübersitzend Essen könnte.

Die Sitze lassen sich entsprechend flach einstellen und mit Hilfe des Personals und Dank einer separaten Matratze in ein richtiges Bett verwandeln. Na wenn das mal nicht Reisen auf höchstem Niveau ist. Da macht das Fliegen auf der Langstrecke so richtig Spaß.

Speisen

Aber bevor es ans Schlafen geht, gibt es ein ausgezeichnetes Menü an Bord. Hier wird man vom Personal von der ersten bis zur letzten Minute im Flugzeug verköstigt. Es gab Kaviar und Rindfleisch-Tatar zur Vorspeise. Anschließend gab es für mich ein vorzügliches Fischgericht. Da ich aufgrund der Loungebesuche schon stark gesättigt war, konnte ich das Ganze zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr richtig genießen. Aber ein Desert geht immer. Und es war verdammt lecker. Es gab ein Himbeersorbet mit einem Stückchen Torte.

Das Frühstück in der Lufthansa First Class war kein bisschen schlechter. Es gab Croissants, Räucherlachs, einen Früchteteller und frisch zubereitetes Rührei. Aber so eine riesige Portion, dass mir diese fast den ganzen Tag gereicht hätte.

Crew

Das Personal hat auch bei den Speisen zu einer guten und gelungenen Präsentation beigetragen. Es wurde außerdem ständig ungefragt nachgereicht. Man musste hier niemals das Gefühl haben zu Verhungern.

Die Crew hat auch ihren Beitrag bei Spaß und Unterhaltung genau im richtigen Maß geleistet, so dass es ständig eine angenehme, lockere jedoch hoch professionelle Atmosphäre den ganzen Flug über gab.  Auch in der Business Class ist das Personal super freundlich, aber der Lufthansa First Class Service war doch nochmal eine Spur individueller und mit einer persönlichen Note. Bei einem Verhältnis von zwei bis drei Mitarbeitern auf maximal 8 Gäste, ist das selbstverständlich auch viel einfacher möglich als in der Business oder gar Economy, wo einfach weniger Zeit pro Passagier zur Bespassung und Betreuung zur Verfügung steht. Aber auch das will nichts heißen, wie ich beispielsweise in der Qatar First Class erlebt hatte. Denn dort war zwar auch alles sehr professionell, aber etwas distanzierter und nicht so persönlich.

Fazit

Das Reiseerlebnis selbst habe ich ausführlich geschildert. Was ich leider hier nicht darstellen konnte, war der Besuch des Lufthansa First Class Terminals in Frankfurt. Ich hoffe, dass ich das beim nächsten Besuch nachholen kann.

Ansonsten lohnt es sich allemal in der Lufthansa First Class Platz zu nehmen und dort einen angenehmen und erholsamen Flug zu erleben. Ja, es ist ein wahres Erlebnis. Danach muss jeder selbst entscheiden: Once in a lifetime oder gleich nochmal?

Dominik

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