Kapstadt mit Meilen buchen: Unser Erfahrungsbericht als fünfköpfige Familie
Viele denken beim Thema Meilen sofort an luxuriöse First-Class-Flüge. Dabei geht es oft um etwas ganz anderes: Wunschreisen überhaupt noch bezahlbar möglich zu machen. Genau deshalb fand ich den Erfahrungsbericht von der Academy-Teilnehmerin Jacqueline (@biglittletravelfeet) so spannend. Sie zeigt ziemlich ehrlich, wie sie für ihre fünfköpfige Familie Prämienflüge nach Südafrika organisiert hat und warum Meilen sammeln gerade für Familien ein echter Gamechanger sein kann.
Reisen, vor allem mit vielen Kindern, fühlt sich gerade oft an wie ein Luxusgut. Die Preise steigen seit Corona spürbar, die Nahost-Krise hat noch einmal zusätzlich angezogen, und ganz nebenbei fallen mit zunehmendem Alter der Kinder auch immer mehr Vergünstigungen weg. Und das betrifft längst nicht nur Flüge.
Warum wir angefangen haben, Meilen zu sammeln
Trotzdem war für uns klar: Weniger reisen ist keine Option. Dafür sind diese gemeinsamen Erlebnisse einfach zu wertvoll. Also musste ein Weg her, der unsere Reiseträume mit unserem Budget vereinbar macht. Unsere Lösung: Meilen sammeln. Und so starteten wir ungefähr ab November 2024 mit dem Sammeln.
Und nein, man muss dafür weder ständig im Flugzeug sitzen noch Vielfliegerstatus haben. Meilen sammeln lässt sich erstaunlich gut in den Alltag integrieren: über Kreditkarten, mit denen man ganz normale Ausgaben bezahlt, über die Payback-Karte oder durch gezielte Bonusaktionen bei Hotels und Mietwagen. Es ist weniger kompliziert, als es oft wirkt, wenn man einmal drin ist oder eben Hilfe aus der Community bekommt.
Und natürlich kommt man aktuell kaum an dem Thema vorbei. Gerade auf Instagram scheint jeder plötzlich Meilen zu sammeln und gefühlt bietet jeder inzwischen einen Kurs an, um schnell schnell unwissenden Personen eine Amex Platinum anzudrehen. Verständlich, dass man da schnell die Lust verliert, sich überhaupt noch damit zu beschäftigen. Uns ging es am Anfang ähnlich. Aber am Ende haben für uns die Vorteile, echte Expertise und langjährige Erfahrung aus der Academy einfach überwogen.
Denn mit ein bisschen Planung passiert etwas ziemlich Cooles: Reisen wird wieder möglich. Nicht unbedingt luxuriöser im klassischen Sinne, aber entspannter, durchdachter und vor allem bezahlbar. Gerade mit Kindern macht das einen riesigen Unterschied.
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Unser Ziel: Kapstadt im Sommer 2026
Als unser Miles & More-Konto dank entsprechender Miles & More Kreditkarte und dem Übertrag von Payback-Punkten im Sommer 2025 endlich gut gefüllt war, kam der spannende und ehrlicherweise auch anstrengende Teil: die Suche nach passenden Prämienflügen. Unser Ziel stand nämlich längst fest: Kapstadt im Sommer 2026.
Was uns dabei von vielen anderen unterscheidet: Wir jagen nicht dem perfekten Business-Class-Deal hinterher. Uns geht es nicht darum, möglichst luxuriös zu fliegen, sondern darum, unsere Wunschreisen überhaupt realisieren zu können. Denn selbst Economy-Class-Flüge sind für große Familien inzwischen oft kaum noch bezahlbar. Gleichzeitig richten wir unsere Reiseziele nicht nach irgendwelchen Meilenschnäppchen aus. Wir wollen dorthin, wo wir wirklich hinmöchten, und versuchen dann, genau das mit Meilen möglich zu machen. Das macht die Suche nicht leichter, aber für uns deutlich erfüllender.
Die größte Herausforderung: Fünf Prämienflüge finden
Seit Juni 2025 ist es zusätzlich komplizierter geworden: Lufthansa hat wie viele andere Airlines, auf ein dynamisches System umgestellt. Es gibt keine festen Meilenwerte mehr, stattdessen orientiert sich alles am aktuellen Ticketpreis. Gerade in den Ferien fühlt sich das manchmal wie ein bewegliches Ziel an. Dazu kommt die begrenzte Verfügbarkeit: Entweder man ist extrem früh dran oder man braucht Geduld und manchmal auch einfach Glück. Oder die richtigen Tricks und Tools aus der Academy.
Nach einiger Zeit wurde uns klar: Fünf Business-Class-Plätze nach Kapstadt im selben Flug? Unrealistisch. Dazu kamen extrem hohe Meilenwerte. Und da wir weder getrennt fliegen noch unnötige Zwischenstopps einbauen wollten, fiel die Entscheidung schließlich bewusst auf Economy für den Hinflug.
Ein kleiner, aber für uns wertvoller Trick: Wer mit der Bahn nach Frankfurt anreist, sollte unbedingt den Lufthansa ExpressRail direkt mitbuchen (nicht Rail&Fly!). Da spart man tatsächlich nochmal spürbar. So kamen wir auf durchschnittlich 21.857 Meilen und 214,98 € pro Person für die Strecke Köln–Frankfurt–Kapstadt, da Kinder unter 12 zahlen nochmal 25% weniger Meilen bezahlen.

Premium Economy statt Economy: Unser Rückflug
Beim Rückflug wollten wir uns dann aber doch etwas mehr Komfort gönnen: Premium Economy. Direkt ab Kapstadt war das für fünf Personen allerdings aussichtslos. Also habe ich angefangen, umzudenken und Johannesburg in die Suche einbezogen. Und plötzlich ging etwas, was vorher unmöglich schien: Es gab tatsächlich Verfügbarkeiten. Nicht jeden Tag, aber regelmäßig, teilweise sogar mit bis zu neun freien Plätzen.
Jetzt fehlte nur noch die Verbindung von Kapstadt nach Johannesburg. Mit Kindern kam die lange Autofahrt nicht infrage. Da erinnerte ich mich an eine Möglichkeit, die ich irgendwann in der Community mal aufgeschnappt hatte: Zubringerflüge über die Hotline einbauen lassen.
Die Strecke Kapstadt-Johannesburg wird von South African Airways innerhalb der Star Alliance geflogen und gehört (noch) nicht zum dynamischen Preissystem. Theoretisch also eine perfekte Ergänzung, praktisch allerdings mit der Einschränkung, da nur vier Prämienplätze pro Flug verfügbar sind. Nochmal zur Erinnerung, wir sind zu fünft.
Also haben wir eine Entscheidung getroffen, die sich im ersten Moment ungewohnt anfühlte: Wir teilen uns für diesen kurzen Flug auf. Vier fliegen zuerst, ich nehme die nächste Maschine eine Stunde später. Nicht ideal, aber absolut machbar.
Dann kam der aufregendste Moment: der Anruf bei der Hotline. Diese Art der Buchung lässt sich nicht online abbilden und muss daher manuell zusammengestellt werden. Es hat gedauert, es brauchte Geduld, auf beiden Seiten. Aber am Ende hat nach einer Stunde Telefonat alles funktioniert.
Was unsere Flüge regulär gekostet hätten
Der Rückflug lag bei 39.556 Meilen und 171,73 € pro Person. Für den Hinflug haben wir uns zusätzlich noch Sitze mit mehr Beinfreiheit gegönnt (Aufpreis von 55 Euro pro Person). Insgesamt haben wir für beide Strecken 307.068 Meilen und 2.205,55 € bezahlt.

Und dann kommt der Moment, in dem man einmal innehält: Diese Flüge hätten regulär über 12.000 € gekostet. Eine Summe, die für uns niemals infrage gekommen wäre. Und genau deshalb fühlt sich das Ganze nicht nur wie ein „Travel-Hack“ an, sondern wie ein echter Schlüssel zu den eigenen Reiseträumen.
Kurz nachgerechnet liegt der eingelöste Meilenwert bei rund 3,25 Cent pro Meile. Im Vergleich zu Business Class Flügen, kann das gut mithalten und ist nicht weniger lohnenswert. Denn nicht nur der reine Meilenwert ist zu betrachten, sondern gerade als Familie viel mehr die eingesparten Gesamtkosten. Und wer auch mindestens zwei Kinder hat, weiß, dass bei einem solchen Urlaub die Urlaubskasse entsprechend schnell leer ist oder erst gar nicht ausreicht.
Warum Miles & More nur der Anfang war
Mit deutlich leererem Meilenkonto, aber umso größerer Vorfreude auf den Sommer 2026, hat sich mein Blick danach automatisch geweitet. Denn eines wird schnell klar: Miles & More ist nur ein Teil der Möglichkeiten.
Also habe ich angefangen, meine bis dato wenig beachtete American Express Karte bewusster einzusetzen und mich auch mit Kreditkarten und Sammelprogrammen in den USA zu beschäftigen. Die Möglichkeiten dort sind flexibler und teilweise auch einfacher nutzbar. Fun Fact: obwohl Svenja (die 2. Hälfte von unserem Blog biglittletravelfeet) im Eldorado des Meilen-sammelns wohnt, wurde sie erst durch mich so richtig zum Sammeln motiviert, andersherum kann ich dank Svenja in den USA sammeln 😉
Und vielleicht, mit etwas Strategie, Geduld und auch ein bisschen Glück, buchen wir schon bald die nächste Fernreise. Diesmal ganz ohne Miles & More, denn die Optionen mit den prall gefüllten Amex Membership Rewards Punkte-Konten der Amex-Kreditkarten (DE und US), sowie deren vielzähligen Transferpartnern, sind einfach zu attraktiv 😁
